21. September 2020

THE OUTPOST – ÜBERLEBEN IST ALLES

Von Marco Schilke

Basierend auf dem Roman The Outpost: An Untold Story of American Valor von Jake Tapper und der Schlacht am Kamdesh kommt unter der Regie von Rod Lurie THE OUTPOST – ÜBERLEBEN IST ALLES in die Kinos.

© Telepool
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THE OUTPOST – ÜBERLEBEN IST ALLES erzählt die Geschichte von 53 US-Soldaten und 2 lettischen Militärberatern, die im Norden Afghanistans gegen die Taliban gekämpft haben. Der Außenposten Camp Keating lag dabei strategisch sehr ungelegen – in einem Tal umgeben von 3 Bergen.

Das auf wahren Ereignissen basierende Anit-Kriegsdrama entfaltet sich nach einer anfänglichen Heroisierung sehr gut. Einen übermäßigen Pathos oder auch Patriotismus sucht man glücklicherweise vergebens. Stattdessen zeigt THE OUTPOST das wahre Gesicht des Krieges und die Folgen, die dieser nach sich zieht – Angst, Verunsicherung, Verzweiflung.
Und auch wenn THE OUTPOST sehr kameradschaftlich und aufopferungsvoll mit seinen Soldaten umgeht, so ist er gleichzeitig auch authentisch, brachial und kompromisslos mit ihnen.

THE OUTPOST nimmt sich zu Beginn viel Zeit, um die Story zu erfassen, die Charaktere kennenzulernen. Die kleinen Gefechte zwischendurch sorgen zeitweise für ein wenig „Unterhaltung“. Die teilweise langen Sequenzen zwischen den Gefechten reißen einen leider immer wieder raus – eine Charakterentwicklung oder ein Mitfiebern entfalte sich dementsprechend nicht. Und so kommt es, dass man gerade am Ende kaum Mitgefühl für die gefallenen Soldaten empfindet.

Die Gefechte hingegen sind sehr gut inszeniert – gerade die Endschlacht. Rod Lurie zeigt Plansequenzen, die für die große Leinwand gemacht sind. Auch der namenhaft Cast kann überzeugen. Caleb Landry sticht heraus und zeigt eine herausragende Leistung. Und auch Scott Eastwood macht seine Sache wirklich gut – endlich einmal.

Bloodfest vergibt 3,5 von 5 Punkten

Kinostart: 17.09.2020

Trailer: