3. August 2020

YUMMY

Von Marco Schilke

YUMMY von Lars Damoiseaux ist Belgiens erster Zombie-Film und wurde größtenteils von den Genre-Fans per Crowdfunding finanziert – und trotz des Crowdfundings sieht YUMMY sehr hochwertig aus. Das hat YUMMY unter anderem dem renommierten Effekte-Studio Squid Lab zu verdanken, die bereits bei INSIDE und MANDY ihr Geschick für blutigen Horror unter Beweis stellen konnten.

© Busch Media Group
© Busch Media Group

In einer abgewrackten Schönheitsklink irgendwo in Osteuropa möchte sich die junge Alison (Maaike Neuville) die Brüste verkleinern lassen. Begleitet wird sie von ihrem Partner Michael (Bart Hollanders) und ihrer Mutter (Annick Christiaens). Während Alison auf ihre OP wartet, hilft Michael einer Frau, die an ihr Bett gefesselt ist – das es sich hierbei nicht um eine lebendige Frau handelt wird schnell klar und die Zombie-Epidemie bricht in der Klink aus.

Das Setting und der schwarzhumorige Ansatz in YUMMY bietet enorm viel Potential für eine gute Horrorkomödie. Viele Gore-Szenen sind gut umgesetzt und bieten dank der handgemachten Effekte durchaus einen Unterhaltswert für Fans. Dennoch wabert YUMMY irgendwo zwischen Ernsthaftigkeit und Selbstironie – und das funktioniert leider nur bedingt bzw. gar nicht. Viele Humoreinlagen sind zum fremdschämen; die meisten Charaktere sind egal oder sogar nervig.

Irgendwie will das alles nicht so richtig zusammenpassen und doch kann man mit YUMMY durchaus seinen Spaß haben. Mit ein paar Freund*Innen, ein paar alkoholischen Getränken und Bock auf Splatter dürfte einem guten Abend nichts entgegenstehen. Und in ein paar Jahren reden wir vielleicht über eine echte Trash-Perle.

Bloodfest vergibt 2,5 von 5 Punkten

Kinostart: 23.07.2020
Verleih: Busch Media Group

Trailer: